Batman

5 08 2012

Nachdem es sich in den letzten Wochen „zufällig“ ergeben hat, dass ich etwas mehr Batman-Kram konsumiert habe, dachte ich es wäre einmal an der Zeit hier wenig über den Dunklen Ritter – woohoooo… sorry, richtig ernst kann man da ja nicht bleiben – zu schreiben. Genauer gesagt will ich einfach einmal ein paar Stückchen aus dem umfangreichen Fundus auflisten, die mir persönlich besonders gut gefallen habe und die ich empfehlen könnte.

Vorweg: Wieso muss man etwas empfehlen? Kann zum Beispiel nicht einfach mit der Comic-Serie anfangen / einsteigen? Den Ausgangsplot mit dem reichen Milliardär dessen Eltern ermordet wurden und der deshalb als riesengroße Fledermaus verkleidet durch eine Stadt namens Gotham City zieht, hat vermutlich wirklich der letzte pseudo-intelektuelle FAZ-Leser schonmal wahrgenommen. Folglich kann man doch einfach loslegen?!

Aus meiner Sicht kann man das nicht … zum einen gibt es die Comic-Serie(n) seit 1939 und (das ist meiner Ansicht nach der wichtigere Punkt) ist das meiste was in einer derart langlaufenden Comic-Heft-Serie über dem Leser ausgekippt wird einfach nur ein ziemlicher Haufen Schrott. Durch die deutsche Übersetzung (ich lese das meiste auf deutsch, ja tut mir unglaublich schrecklich leid… ist eben so) und den Wirrwarr der Veröffentlichungen die mit amerikanischen Zweitserien (Batman, Detektive Comics, …???), Spin-Offs und Crossovern mit dem halben DC-Universum sicherlich nicht übersichtlicher werden, wenn man diese auf deutsche Hefte und Sonderbände „mappt“ und nicht zu vergessen das gelegentliche unterschlagen von Original-Ausgaben wird das Arbeitspaket des interessierten Comiclesers sicherlich genauso komplex wird die Struktur dieses Satzes den ich sicherlich nicht mehr grammatikalisch korrekt abschließen kann. Abgesehen davon will ich, wenn auch nur kurz, auch ein paar Details jenseits der Comics begutachten.

Entsprechend versuche ich hier einfach meine Liste an Batman-Kram aufzulisten, den man kennen muss und den man vielleicht (sofern man das entsprechende Medium – jepp, hier nicht nur Comics – mag) vielleicht genauer betrachten / kaufen / bestaunen sollte. Den Ausgangsplot mit dem reichen Milliardär dessen Eltern ermordet wurden … moment den Satz hatten wir doch schon. Ich will sagen, da jeder die Vorgeschichte vermutlich hinreichend kennt, kann man hier denke ich einfach die die Kiste mit gutem Zeug greifen. Ja selbstverständlich macht es mehr Spaß, wenn man die vielen kleinen Seitenhiebe auf die Comics versteht und sich überheblich grinsend zurücklehnen kann. Dies wird einem aber nicht in allen Fällen gegönnt, aber dazu später mehr.

Aber nun zur Liste™ … dies ist übrigens keine Top-(Zahl hier einfügen)-Liste mit irgendeiner Reihenfolge von gut zu super, sondern einfach eine Aufzählung:

Comic – Batman – Das erste Jahr

Frank Miller erzählt hier die Ursprungsgeschichte von Batman erneut. Sozusagen ein Remake der Batman-Geschichte, eine neue Variante des titelgebenden ersten Jahres. Es kommt in der Geschichte kein Joker, Two-Face oder Riddler vor. Es dreht sich alles um Bruce Wayne der in einem ziemlich heruntergekommenen Gotham seine Karriere als Verbrechensbekämpfer beginnt. Es geht für ihn um die Suche nach dem Weg den er hierzu einschlagn will. Sein Alter Ego Batman ist nicht direkt offensichtlich, sondern wird im ersten Teil erst entwickelt. Auch Gordon und dessen Familie werden beleuchtet, und auch Catwoman kommt vor.

Es ist – soweit ich das Überblicke – die Ursprungsgeschichte des modernen Batman. Außerdem – um es vorsichtig auszudrücken – die Grundlage für den ersten Nolan-Filme „Batman Begins“, auch wenn die „Gesellschaft der Schatten“ (und damit auch Ra’s al Ghul) nicht vorkommt. Aber der Gansgterboss Falcone darf mitmischen; der angstgasversprühende Scarecrow (zu meiner persönlichen Freude) allerdings nicht.

Amazon-Link (wie immer frei von Provision … zumindest für mich ;))

Comic – Knightfall

In dieser einigermaßen epischen Geschichte (und ich verwende dieses Wort wirklich sehr selten ;-)) wird das Ende von Bruce Wayne als Batman erzählt. Bane kommt in die Stadt um sich mit Batman zu messen und zu besiegen. Er schwächt ihn indem er alle Irren von Arkham freiläßt und diese über die Stadt herfallen. Batman wird von diesen Kämpfen geschwächt und Bane tritt in einem „letzten Zweikampf“ an und bricht ihm das Rückgrat. Derart verwundet übergibt er an einen leicht psychotischen Nachfolger Jean Paul Valley.

Das alles wird schön erzählt und ist wirklich beeindruckend zu lesen. Leider krankt es, wie so oft bei den großen Verlagen, an fehlender Konsequenz. Dem Leser wird ein neuer Batman verkauft. Es wird nie wieder so werden wie früher … bla bla bla. Natürlich kommt Bruce Wayne zurück und wird wieder Batman. Natürlich wird alles so toll wie früher. Ahhhh Bullshit. Batman wird nie in Ruhestand gehen. Robin / Nightwing wird nie Batman werden…. äh…. also nicht für länger *hüstel*.

Knightfall ist, wenn auch deutlich eingeschränkter als „Das erste Jahr“, die Grundlage für den 3. Batman von Christopher Nolan und ist dabei dem Film in diesem Teil der Geschichte auch überlegen.

Knightfall wird gerade neu aufgelegt – Amazon-Link

Nolans Batman-Filme

Die drei Filme Batman Begins, The Dark Knight und The Dark Kniht Rises vom Christopher Nolan sind in den letzten Jahren ja leidlich erfolgreich durchs internationale Kino gelaufen 😉 und ich denke die meisten werden sie gesehen oder zumindest wahrgenommen haben. Daher spare ich mir hier eine Zusammenfassung und schwadroniere einfach ein wenig herum:

Alle drei Filme sind wirklich gelungen, ziemlich düster wie sich das seit Frank Miller gehört und mit wirklich guten Schauspielern besetzt. Selbst Anne Hathaway als Catwoman im dritten Teil hat mich überzeugt; hier hatte ich am meisten Angst, dass es nach hinten losgeht.

ABER: Teil 3, der ja schon ein guter Film ist, wird – und da muss ich einfach etwas auf hohem Niveau meckern – wird der Trilogie als Ende nicht wirklich gerecht. Die ganze Rückkehr der „Gesellschaft der Schatten“ aus Teil 1 (diesmal ohne Ra’s) hat irgendwie nichts bei der Bane-Story zu suchen. Außerdem mag ich, wie gesagt die netten Verweise bei denen mal als Comicfan in sich rein grinsen kann. Und wenn das jemand nicht versteht, dann ist das eben Pech. Also wie kann man am Ende einfach versuchen mit der Brechstange noch den Polizisten Blake zu Robin zu machen, in dem man behauptet sein Geburtsname wäre ROBIN. Jetzt ehrlich: Dick Grayson, Jason Todd oder Tim Drake. Das ist doch mal genug Auswahl an Namen. Also wieso ROBIN.

Genug gemault! Ich versuche die Kurve zu kriegen: Alles Superfilme -> Ansehen!

Nachtrag: Die Filme sind mal eindeutlich ein ziemlich heftiger Tritt in den Arsch des Adam-West-Batmans aus den Sechzigern, den wir heute alle gern verdrängen würden und den man einfach nicht aus dem Kopf kriegt… nicht mal mit einer Bombe.

Kurzfassung des Videos bei imdb.com. Danke an Chris für die Erinnerung an diese tolle Szene.

Fortsetzung folgt demnächst …

Update: Link zum Nachfolgeartikel gesetzt.





Der unglaubliche Hulk

5 07 2009

In diesem Eintrag geht es um den aktuellesten der Hulk-Filme aus dem Jahre 2008.

Handlung

Im Vorspann wird in knappen Bildern dargestellt, wie sich der Wissenschaftler Bruce Banner mit der „Krankheit infiziert“, die in bei Wutanfällen zum Hulk werden lässt. Inzwischen ist Bruce Banner seit mehreren Jahren auf der Flucht vor dem US-Militär. Durch einen Zufall gelangt dieses unter der Führung von General Ross wieder auf seine Spur. Aus zwei Auseinandersetzungen mit den Soldaten, insbesondere dem Engländer russischer Abstammung Emil Blonsky, geht der Hulk als Sieger hervor. Auf der weiteren Flucht mit seiner Ex-Freundin Betty Ross gelingt es Banner durch einen anderen Wissenschaftler einen ersten Durchbruch bei seinem „Wut-Problem“ zu erzielen. Kurz danach verhilft jedoch der gleiche Wissenschaftler den inzwischen durchdrehenden Blonsky zu dessen Verwandlung in Abomination. Die beiden Kontrahenten treffen dann in der Innenstadt von New York aufeinander.

Mehr zur Handlung gibt es bei Wikipedia zu lesen.

Tribute to the Nerds

Wie bei allen neueren Marvel-Filmen gibt es einen ganzen Satz Details zu entdecken, die dem Comic-, Comicverfilmungs- und auch Hulk-Serien-Nerd zu gefallen wissen. Ich liste hier mal alles auf, was mir „aufgefallen“ ist (gern Kommentare, wenn ich etwas vergessen habe):

  • Nick FuryDr. Samson und Rick Jones werden im Vorspann auf verschiedenen Schriftstücken abgedruckt.
  • Der Selbstversuch den Bruce Banner durchführt erinnert optisch an die Serie mit Bill Bixby und Lou Ferrigno.
  • Stan Lee trinkt in seinem unvermeidlichen Cameo-Auftritt Hulk-Blut in brasilianischer Limonde.
  • Lou Ferigno, der erste Hulk-Darsteller, hat einen Auftritt als Wachmann
  • Liz Ross gibt Bruce ein paar lila Strech-Hosen, die dieser (leider?) ablehnt.
  • Bruce bekommt am Ende ein Päckchen geschickt. Es ist adressiert an David B. In der klassischen Fernsehserie war der Vorname von Banner David und nicht Bruce.
  • Tony Stark tritt am Ende kurz auf und redet mit General Ross. Er kündigt die Gründung eines Teams an (vgl. Iron Man – der Film).

Aufreger des Films

Der Hulk spricht in diesem Film nur wenig (2 Sätze und ein einzelnes Wort, wenn ich mich nicht verzählt habe). Sein erster Satz ist (zumindest in der deutschen Syncro): „Laßt mich in Ruhe!“. Das ist ja mal mächtig daneben. Für den nächsten Film würde ich folgende Worte vorschlagen: „Laßt Hulk in Ruhe!!!“. So muss das sein.

Mein Eindruck

Der Charakter des ewig flüchtenden Bruce (im Widersinn zu seinem aggressiven zweiten Ego) wurde von Edward Norton plastisch dargestellt. Auch sein Widersacher Blonsky (Tim Roth), der verbissene Soldat, der sich am Ende in einen „Zweit-Hulk“ verwandelt, ist mehr als nur ein Super-CGI-Monster.
Die Action-Sequenzen waren ziemlich gut gemacht, auch wenn ich sagen muss, dass (genau wie im 2003er-Hulk) mir der Hulk irgendwie zu groß geraten ist, im Gegensatz dazu aber nicht übermächtig genug rüberkommt (wobei ich glaube das dies beiden Filmen gut getan hat).
Alles in allem hat mir der „neue“ Hulk-Film recht gut gefallen.
Ich würde sagen: Daumen hoch!
Alternative Meinung gibt es im Blog-Post von Phil.