Typus “Grummeliger (Anti)held”: Dr. House

28 06 2009

Seit knapp vier Wochen konsumiere ich die ersten beiden Staffeln der Fernsehserie Dr. House (selbstredend auf DVD, wer möchte schon auf die nächste Folge warten). Wenn ich kein Seriendetail übersehe, ist das die erste „Krankenhaus-Serie“ seit der Schwarzwaldklinik *shame on me*, die ich mir ansehe. Aber zurück zum Thema – Dr. House ist der klassische Typ von Antiheld: Eigentlich ein großes Unsympath, aber genial in dem was er tut (Diagnostiker, gibt es sowas wirklich als standalone-Fachgebiet ???).
In jeder Folge nimmt er sich mit seinem Team einen interessanten Fall vor. Interessant bedeutet hier, dass der Patient ein paar ungewöhnliche und bizarre Symptomkombinationen aufweist und die Ärzte suchen dann die passende Krankheit dazu. Das Ganze läuft auch immer irgendwie so ab, dass House und sein Team erstmal daneben liegen (Trial and Error?), bevor sie auf die richtige Diagnose kommen. Langweilige Fälle sind dem guten Doktor eigentlich vollkommen zuwider, trotzdem wurde er (in Folge 1) zu „Standard-Praxisdienst“ verdonnert und so kommen wir Zuschauer neben dem primären Fall in jeder Folge in den Genuss kleiner skurriler Begegnungen (Bsp.: der junge Mann mit dem Vogel auf dem Arm und dem mp3-Player im Anus).
Das alles klingt jetzt sehr danach, dass in jede Folge das Standardschema durchgezogen wird. Das ist durchaus auch richtig. Dies wird aber so wunderbar politisch halbkorrekt verpackt, so schön sarkastisch-zynisch geliefert…. man kann nur sein helle Freude daran haben. Ein paar Beispiele zu den schlagfertigen Dialogen finden sich im Blogbuster und Serien Blog.
Bleibt nur die Frage: „Ist es Lupus oder eine andere Autoimmunerkrankung, vielleicht doch Krebs oder die Edward-Vogler-Krankheit? Differentialdiagnose bitte.“ Sich mit der Dr.-House-Suchtkrankheit anstecken ist sicherlich hier möglich.