Meine Top Comics

28 08 2010

Ich wurde vor kurzem einer Weile gefragt, welche Graphic Novels Comics ich empfehlen kann. Da mir zu dem Zeitpunkt natürlich wenig Titel eingefallen sind, will ich das mit diesem Post mal nachholen und eine kurze kommentierte Liste erstellen.

Preacher
Aus meiner Sicht unvermeidlich für jeden echten Comic-Nerd, der es auch gern etwas derber mag. Ich habe auch schonmal was darüber geschrieben… Klick den Link

Y: The Last Man
Die Geschichte des letzten Mannes auf Erden… und seines (ebenfalls männlichen) Affen, nachdem die restliche männliche Bevölkerung innerhalb von Sekunden dahingerafft wurde. Eine schicke SF-Geschichte mit einer wirklich guten Basis-Idee und einem spannenden Plot mit einigen Twists. Nach zehn (deutschen) Ausgaben wurde die Serie grandios abgeschlossen.

100 Bullets
Eine Waffe, 100 Kugeln und das Versprechen niemals zur Verantwortung gezogen zu werden. Das bietet Agent Graves seinen „Klienten“. Ein Koffer mit dem genannten Inhalt plus dem Beweis, wer für eine große Tragödie im Leben des „Kunden“ verantwortlich ist. Diese Geschichten sind aber nur die Spitze des Eisbergs. Nach einem etwas holprigen Start, wird eine große und komplexe Geschichte erzählt, Unmengen von Personen werden eingeführt (und auch verschlissen) und um es dem Leser nicht zu einfach zu machen, wird auch gelegentlich mit verschiedenen Zeitebenen jongliert. Nicht leicht zu lesen, aber ein großer Genuss.

Global Frequency
Eine Comics-Serie um die Organisation Global Frequency. Die Stories werden im Prinzip als eine Art One-Shot erzählt (mehrere in einem Band) und nur die Personen Aleph und Miranda Zero (Leiterin der GF) kommen dabei immer wieder vor. Alle anderen Agenten, jeweils Spezialisten ihres Fachs, haben (bisher) immer nur einen Auftritt, der oft auch kein gutes Ende für nimmt. Es geht um Geiselnahmen, Bombendrohungen, amoklaufende Cyborgs, eine außerirdische Invasion über ein Meme, …. Die unterschiedlichen Geschichten werden auch durch wechselnde Zeichner erzählt, was jeder der Geschichten von Warren Ellis eine eigene Note verleiht.

Fürs Erste soll es das mal mit meiner Top-Liste gewesen sein. Diese Liste ist (!) unvollständig, aber das sollte erstmal genug Lesestoff für die nächste Zeit sein. Viel Spass 🙂





Meine Zombie-Test-Ergebnisse

11 07 2010

Hier meine Zombie-Test-Ergebnisse. Inspiriert durch:

What are your chances of surviving a zombie apocalypse?

49%

If bitten, how long would it take for you to become infected?

The Zombie Bite Calculator

Überlebst Du die französischen Zombies?





Formicula

14 02 2010

Lange vor Arac Attac, Mimic und unzählig weiteren Mutanten-Insekten-Filmen ist Formicula erschienen. Der Film aus dem Jahre 1954 ist ein wirklicher Klassiker, der natürlich den erstgenannten Filmen in Bezug auf Tricktechnik absolut nicht das Wasser reichen kann. Dafür ist er einfach zu alt. Er verfügt jedoch für Fans klassischer Filme über wahrhaft unbegrenzten Charme. Mich persönlich hat er schon mehrfach in seinen Bann gezogen.

Handlung

Nach einer merkwürdigen Mordserie in einer amerikanischen Wüste stoßen Wissenschaftler und Polizei auf riesenhafte, vermutlich durch atomare Strahlung mutierte Ameisen. Es gelingt deren Nest zu finden und auszuräuchern. Dabei entkommen jedoch zwei Königinnen und eine eilige Suche beginnt, damit die Erde nicht von Unmengen von Riesen-Armeisen überrannt werden und damit der Untergang der Menschheit besiegelt ist.

Charaktere

Ein klarer Pluspunkt des Films sind die wirklich genialen Charaktere, hier allen voran der von Edmund Gwenn gespielte Dr. Harold Medford. Der darf als alternder Wissenschaftler so grandiose Sätze sagen: „No. We haven’t seen the end of them. We’ve only had a close view of the beginning of what may be the end of us.“
Polizist Peterson (James Whitmore) – einen tragischen Heldentod sterben darf, Dr. Patricia ‚Pat‘ Medford (Joan Weldon) und Robert Graham (James Arness) komplettieren die Hauptfiguren des Films.

Monster

Die heimlichen Stars des Films sind natürlich die Riesen-Ameisen, denen man eigentlich zu keiner Sekunde abnimmt, dass sie echt wären ;). Immer wenn sie auftauchen stehen sie im wesentlichen opferlammartig auf der Stelle und warten bis die menschlichen Gegner ihnen den Garaus machen. Dennoch verbreiten Sie eine gruselige Grundstimmung die man auch auf den Filmfotos gut erahnen kann.

Fazit

Jedem, der etwas für echte Klassiker des Films übrig hat, kann ich diesen Streifen nur auf Wärmste empfehlen. Leute die rasante Action und absolut perfekte Special-Effects verlangen sind hier vermutlich falsch…

Nachbemerkung: Wer übrigens eine Liste von weiteren guten und weniger guten Insekten-Horror-Filmen durch-klicken mag ist sicherlich bei tierhorror.de gut aufgehoben: Für Insekten hier klicken :).





Kurzfilmzombies

19 12 2009

Vor einigen Tagen habe ich auf dem Blog zombieblog.de zwei nette Kurzfilme zum Thema „lebende Tode“ entdeckt. Das ist genau das richtige zur Weihnachtszeit und eine ideale Gelegenheit nach langem Schweigen mal wieder ein paar Zeilen zu schreiben.

Film 1: What To Do In A Zombie Attack

Ein echter Aufklärungsfilm (in englisch). Mit einem kleinen Schuss Patriotismus und einem noch kleineren Schuss männlichem Chauvinismus.

Links:
Zombieblog – Großeinkauf Und Zombie-Attacken
zombie.lonebannana.com

Film 2: Zombies and cigarettes

Hier erstmal nur der Trailer:

Das komplette Video gibt es bei Vimeo: Short film Zombies and cigarettes / English subtitle from Rafa Martínez on Vimeo.

Spanischer Film mit englischen Untertiteln. In einem Kaufhaus taucht eine Horde Zombies auf und arbeitet sich durch Angestellte und Kundschaft. Mit wirklich coolem Eisverkäufer.
Ähnlichkeiten im Titel mit Filmen von Jim Jarmusch sind vermutlich absoluter Zufall…. vermutlich. 😉

Weitere Links:
Zombieblog – Kurzfilm: Zombies and Cigarettes
zombiesandcigarettes.com





Schlumpfblaue Zombies

25 07 2009

In meiner  Erinnerung war Dawn of the Dead (von 1978) der erste Zombiefilm, den ich gesehen habe. Damit war das sozusagen meine Sozialisation im Bereich Zombiefilm. Vermutlich ist diese Erinnerung nicht ganz korrekt und ich unterliege einer romantischen Verklärung der Vergangenheit. (Anm. d. Red.: Kann man im Kontext von Zombiefilmen von „romantischer Verklärung“ schreiben?)

Farbgebung

Ich gebe zu die herumtorkelnten Untoten sind nicht wirklich blau wie die genannten niedlichen Waldbewohner. Es ist mehr ein ungesundes Grau, aber mit einem unübersehbaren Blaustich.

Handlung

Im Grunde dürfte die Grundidee schon hinlänglich bekannt sein: Eine kleine Gruppe von Überlebenden flüchtet mit einem Helikopter vor den heranrückenden Zombiehorden und verbarrikadiert sich in ein typisch amerikanisches Einkaufszentrum, in eine Mall. Das Auftauchen einer  Gang zwingt die etwas verkleinerte Gruppe letztendlich zur Flucht.

Schnittfassungen

Ich bin kein Mensch, der sich besonders für Schnittberichte und dergleichen interessiert. Ich muss aber sagen, dass die erste Fassung des Films den ich gesehen habe derartige Lücken in der Story aufwies, dass es nicht nur um das Wegschneiden von brutalen Szenen ging. So verschwindet eine der Hauptpersonen einfach von einer Szene zur nächsten und der Zuschauer kann nur ahnen was passiert ist.

Inzwischen habe ich insgesamt drei Versionen des Films gesehen. Derzeit besitze ich eine Fassung der Films Laser Paradise mit einer Länge von 156 Minuten. Dieser „Ultimate Final Cut“ erschien unter dem Label „Red Edition“. Leider hat diese Schnittfassung den Nachteil, dass verschiedene Stellen nachsynchronisiert wurden.

Mehr Infos zu Schnittfassungen gibt es im Wikipedia-Artikel zu diesem Film.

Fazit

Ein wirklich gelungener Film. Wenn man sich ein bißchen für das Genre interessiert, sollte man ihn gesehen haben. Es wird trotz einiger Längen Spannung aufgebaut. Außerdem verliert sich der Film nicht nur in Gewaltdarstellung und Action, auch die Charaktere und deren Leben nach der Zombicalypse wird ausführlich beschrieben.

Und immer an die wichtigste Regel denken: „Shoot it, man! Shoot it in the head! „





Preacher

25 06 2009

Preacher ist eine Comicserie die Ende des letzten Jahrtausends beim amerikanischen DC-Verlag unter dem Label Vertigo erschienen ist. Diese fantastische Comicserie gehört sicherlich zum Besten, was ich bisher mehrfach gelesen habe.

In einer zynisch-überdrehten Art erzählt uns Garth Ennis die Geschichte eines Ex-Priesters der auszieht um sich an Gott für dessen Verrat an der Schöpfung zu rächen. Es wird geflucht, philosophiert, gesoffen, gevögelt, geschlagen und getötet. Das Ganze ist garniert mit wirklich einmaligen Charakteren, die sich manchmal ein wenig in Klischees verlieren, es gibt wunderbar abgedrehte Geschichten, die hauptsächlich von Steve Dillon, und vor allem den Mut zu einer abgeschlossenen Rahmenhandlung, die über knapp 70 (amerikanischen) Ausgaben dem Höhepunkt zusteuert.

Bis auf den kurzen Satz weiter oben möchte ich hier nichts weiter über die Handlung sagen, sondern einfach mal einige Worte über einige zentrale und skurrile Charaktere verlieren (dabei wird ein bißchen gespoilert):

Jesse Custer

Eine der drei Hauptfiguren – der Prediger – der „Das Wort Gottes“ besitzt. Immer wenn Jesse „in roten Buchstaben spricht“ gehorchen die Leute seinen Befehlen. Seit seiner Kindheit ist die „gesichtslose“ Version von John Wayne an seiner Seite und gibt ihm gute Ratschläge. Er hat sein Lebensunterhalt als Prediger und Autoknacker verdient, will aber eigentlich Cowboy werden. 🙂 Er hat einige leicht abgedrehte (aber absolut logische ;)) ethische Richtlinien und stellt sich diesen auch, wenn er einen Barkeeper umgehauen hat, indem er die Rechnung bezahlt *grandios*.

Proinsias Cassidy

Ein irischer Vampir ohne Eckzähne, der eigentlich mehr Jack Daniels als Blut trinkt. Er ist der beste Kumpel von Jesse, prügelt sich gern und hat wahrscheinlich alle Drogen, die es in den letzten knapp 100 Jahren gab ausprobiert. Dafür hat er auch eine Menge Mist (durch)gemacht.

Johnny Lee Wombat

Ein vollbärtiger Irrer Vollbärtiger der beim Astronautenprogramm wegen einer gefälschten Bewerbung rausgeflogen ist. Er rächt sich an der NASA, indem er FUCK YOU in so großen Buchstaben in die Wüste sprengt, dass man es vom „verdammten Shuttle aus sehen kann“.

Arschgesicht

Der Sohn eines inzwischen toten Sheriffs, der durch äußert unglückliche Umstände, die absolut zu 100% selbst verschuldet waren und irgendwie mit Herrn Cobain zu tun haben, sein Gesicht verloren hat und inzwischen nur noch in sschwr läspahrn Schbrächplasen (Anm.: der Red.: ich kann das hier nicht gut nachmachen) spricht. Er hat sich an die Fersen des Predigers geheftet, da er diesen für den Tod seines Vaters verantwortlich macht.

So, dass soll einfach mal ein total willkürlicher Überblick gewesen sein. Es gibt in jedem Fall noch viele schräge Charaktere, die über die Jahre dazugekommen sind, zu erlesen.

Preacher – der Film

Es gab bereits mehrfach Gerüchte zu einem Preacher-Film. Zur Zeit scheint auch wieder etwas in Planung zu sein, zumindest kann man das bei IMDB erahnen. Um ehrlich zu sein… ich will keinen Film zu diesem Comic. Diese Serie die sich über ca. 4 Jahre in der Veröffentlichung erstreckt, ist so gespickt mit kleinen, aber wichtigen (!) Details und Nebenhandlungen, die dennoch ein konsistentes Gesamtbild ergeben, dass man dies niemals erfolgreich in einen Film verpacken könnte. Vielleicht eher eine Filmserie wie Star Wars mit mehr Episoden. 😉 Wie auch immer, ich würde ihn mir bestimmt ansehen, aber sicherlich enttäuscht sein.

Fazit

Abschließend kann ich nur sagen: Wenn ihr Preacher noch nicht gelesen habt, lest es jetzt. 🙂

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