Batman – Teil 2

12 08 2012

So… Zeit für die Fortsetzung von dem hier und damit der Ansammlung von noch mehr Batman-Zeug 😉

Batman – Die Arkham-Spielereihe

Eines der aktuellsten, wirklich guten Entwicklungen im Batman-Merchandising-Universum ist die bisher zweiteilige Arkham-Spielereihe von rocksteady. Im Gegensatz zu früheren Lizenzumsetzungen in so ziemlich jedem Bereich von Comics bis Filmen und insbesondere Batman ist dies wirklich eine (bisher) herausragende Softwarereihe, die ich auf der XBOX 360 gespielt habe. Die beiden Games funktionieren auf der Ebene des Action-Prügel-„Knobel“-Spiels mit sehr guten Filmsequenzen. Ich bin nicht sicher ob die Stories für Comics gut getaugt hätten, aber als Film mit gelegentlichen Spieleinlagen funktionieren Sie auf jeden Fall ziemlich gut. Ok, letzteres war jetzt ziemlich übertrieben… das Spielt steht auf jedem Fall im Vordergrund.

In beiden Spielen, die ich in der deutschen Synchronfassung gespielt habe, spricht David Nathan den Batman. Für alle denen dieser Name nichts sagt und die sich dafür auch ordentlich schämen sollten, sei gesagt das dies der Synchronsprecher von Christian Bale in den Nolan-Filmen ist. Das ist natürlich schon eine geniale Sache, da dies – obwohl Filme und Spiele nicht wirklich kompatibel sind – schon ein wenig Kino-Atmosphäre ins Spiel bringt. Persönlich finde ich es auch ganz schick, dass Computerspiele damit durchaus in eine höherwertige Ecke rücken und die Eingangs erwähnten schlechten Lizenzumsetzungen dann hoffentlich für alle Zeiten und darüber hinaus Geschichte sind (was ich im übrigen nicht wirklich selbst glaube, aber das wird man doch nochmal schreiben dürfen).

Jetzt aber mal etwas genauer zu den einzelnen Spielen.

Batman: Arkham Asylum

Die Story in aller Kürze: Batman liefert den Joker in Arkham Asylum ab, dass inzwischen auch Blackgate-Insassen beherbergt. Durch einen Trick gelingt es dem Joker Batman ein- und die Polizei im wesentlichen auszusperren. Daraus entwickelt sich eine wilde Hatz actionreiche Jagd um alle Kriminellen, allen voraus Joker, wieder hinter Schloss und Riegel zu bringen.

Im Spiel arbeitet man sich durch die Anstalt, löst kleinere Rätsel, prügelt sich mit Blackgate-Insassen und Superschurken wie Bane, Poison Ivy und Killer Croc. Außerdem gibt es  Splinter Cell-artige Schleich-„Level“ bei denen man schwer bewaffnete Gegner möglichst lautlos und ohne erwischt zu werden ausschalten muss. Was hier eintönig klingt macht in Wirklichkeit viel Spaß. Und auch die Prügeleien funktionieren, dank der Beschränkung auf nur einen Schlagknopf und etwas was hochtrabend Freeflowtechnik genannt wird, hervorragend. Das mit dem Freeflow sorgt dafür das auch im Spiel die Kämpfe richtig schick aussehen, weil der Batman-„Sprite“ beim Knopfdrücken einfach dem nächsten Gegner die passende Faust, den passenden Ellbogen usw. verpasst und damit eine filmreife Kampfchoreographie entsteht ohne das man als Spieler 37 Knopfcombos auswendig lernen muss.

Der Clou im Spiel (für mich): Anfänglich startet man mit nur wenigen Gadgets und gewinnt nur langsam neue Ausrüstungsgegenstände dazu. Dadurch ist es möglich, dass man im Laufe des Spiels an immer gleichen Orten in Arkham Asylum vorbeikommt, aber durch ein neues Utensil an einen Gebäudeteil herankommt den man vorher nicht erreichen konnte. So bekommt die eingeschränkte Umgebung der Anstalt doch die notwendige Abwechslung. Irgendwie fand ich das eine der besten Ideen im Spiel.

Für den besseren Eindruck hier der / ein Trailer. Als ich den zum ersten mal gesehen habe, wusste ich das ich das Spiel kaufen muss 😀 :

Batman: Arkham City

Vorne weg muss man sagen, dass Arkham City kein wirklich neues Spiel ist, sondern einfach unter dem gleichen Label mehr vom Selben bietet. Mehr Prügeleien, mehr wo-muss-ich-lang-springen/fliegen/klettern-Knobeln und mehr Schleichaction. Das tut es aber wirklich perfekt.

Sehr schick dabei: Obwohl man anfänglich ohne Ausrüstung und im Business-Bruce-Wanyne-Outfit unterwegs ist, bekommt man relativ zügig fast die ganze Ausrüstung aus dem ersten Teil. Den Frustfaktor bei anderen Spielen, bei denen man erstmal alle Ausrüstung verliert, gibt es hier also nicht. Stattdessen bekommt man im Laufe des Spiels komplett neue Ausrüstung die man aus dem Vorgänger noch nicht kennt.

Ach ja, zur Story: Arkham City ist ein Teil von Gotham der „umzäunt“ und zum Gefängnis erklärt wurde. Alle Insassen von Arkham und Blackgate sitzen jetzt hier ein und dürfen sich quasi frei bewegen. Die verschiedene Superschurken haben die „Stadt“ unter sich aufgeteilt. Bruce Wayne, der gegen diese Methode der Inhaftierung ist, wird kurzerhand vom „Anstaltsleiter“ Hugo Strange „eingewiesen“ und kurze Zeit später vom Joker vergiftet. Und nun beginnt eine wilde Hatz anstrengende Suche nach dem Gegenmittel.

Wie gesagt … mehr vom selben. Dies hat man aber auch durchaus zum Motto erhoben:

Diesmal aber auch mit mehr Side Quests! So ist die eigentliche Storymodus mit der Hauptgeschichte bei ca. 30% des Fortschrittszählers bei mir zu Ende gewesen. Man hat aber noch die Möglichkeit sich mit dem Serienmörder Vicotr Zsasz zu beschäftigen, der Batman mit Drohanrufen auf trab hält. Oder man jagt den Profikiller Deadshot der auch in Arkham City sein Unwesen treibt. Oder ….

Außerdem mehr Superschurken: Neben Joker und fast allen anderen Beteiligten aus dem ersten Teil gibt es noch Hugo Strange, Two Face, Clayface, Mr. Freeze, Penguin, Ra’s Al Ghul usw.

Auch hier der Trailer…

Fazit

Unbedingt spielen …

Mehr Informationen gibt es auch auf den Wikipedia-Seite von Arkham Asylum und Arkham City, die offensichtlich nicht der Relevanz-Diskussion zum Opfer gefallen sind. Es geschehen noch Zeichen und Wunder.

Und immer noch bin ich nicht am Ende und eine Fortsetzung folgt demnächst …





Batman

5 08 2012

Nachdem es sich in den letzten Wochen „zufällig“ ergeben hat, dass ich etwas mehr Batman-Kram konsumiert habe, dachte ich es wäre einmal an der Zeit hier wenig über den Dunklen Ritter – woohoooo… sorry, richtig ernst kann man da ja nicht bleiben – zu schreiben. Genauer gesagt will ich einfach einmal ein paar Stückchen aus dem umfangreichen Fundus auflisten, die mir persönlich besonders gut gefallen habe und die ich empfehlen könnte.

Vorweg: Wieso muss man etwas empfehlen? Kann zum Beispiel nicht einfach mit der Comic-Serie anfangen / einsteigen? Den Ausgangsplot mit dem reichen Milliardär dessen Eltern ermordet wurden und der deshalb als riesengroße Fledermaus verkleidet durch eine Stadt namens Gotham City zieht, hat vermutlich wirklich der letzte pseudo-intelektuelle FAZ-Leser schonmal wahrgenommen. Folglich kann man doch einfach loslegen?!

Aus meiner Sicht kann man das nicht … zum einen gibt es die Comic-Serie(n) seit 1939 und (das ist meiner Ansicht nach der wichtigere Punkt) ist das meiste was in einer derart langlaufenden Comic-Heft-Serie über dem Leser ausgekippt wird einfach nur ein ziemlicher Haufen Schrott. Durch die deutsche Übersetzung (ich lese das meiste auf deutsch, ja tut mir unglaublich schrecklich leid… ist eben so) und den Wirrwarr der Veröffentlichungen die mit amerikanischen Zweitserien (Batman, Detektive Comics, …???), Spin-Offs und Crossovern mit dem halben DC-Universum sicherlich nicht übersichtlicher werden, wenn man diese auf deutsche Hefte und Sonderbände „mappt“ und nicht zu vergessen das gelegentliche unterschlagen von Original-Ausgaben wird das Arbeitspaket des interessierten Comiclesers sicherlich genauso komplex wird die Struktur dieses Satzes den ich sicherlich nicht mehr grammatikalisch korrekt abschließen kann. Abgesehen davon will ich, wenn auch nur kurz, auch ein paar Details jenseits der Comics begutachten.

Entsprechend versuche ich hier einfach meine Liste an Batman-Kram aufzulisten, den man kennen muss und den man vielleicht (sofern man das entsprechende Medium – jepp, hier nicht nur Comics – mag) vielleicht genauer betrachten / kaufen / bestaunen sollte. Den Ausgangsplot mit dem reichen Milliardär dessen Eltern ermordet wurden … moment den Satz hatten wir doch schon. Ich will sagen, da jeder die Vorgeschichte vermutlich hinreichend kennt, kann man hier denke ich einfach die die Kiste mit gutem Zeug greifen. Ja selbstverständlich macht es mehr Spaß, wenn man die vielen kleinen Seitenhiebe auf die Comics versteht und sich überheblich grinsend zurücklehnen kann. Dies wird einem aber nicht in allen Fällen gegönnt, aber dazu später mehr.

Aber nun zur Liste™ … dies ist übrigens keine Top-(Zahl hier einfügen)-Liste mit irgendeiner Reihenfolge von gut zu super, sondern einfach eine Aufzählung:

Comic – Batman – Das erste Jahr

Frank Miller erzählt hier die Ursprungsgeschichte von Batman erneut. Sozusagen ein Remake der Batman-Geschichte, eine neue Variante des titelgebenden ersten Jahres. Es kommt in der Geschichte kein Joker, Two-Face oder Riddler vor. Es dreht sich alles um Bruce Wayne der in einem ziemlich heruntergekommenen Gotham seine Karriere als Verbrechensbekämpfer beginnt. Es geht für ihn um die Suche nach dem Weg den er hierzu einschlagn will. Sein Alter Ego Batman ist nicht direkt offensichtlich, sondern wird im ersten Teil erst entwickelt. Auch Gordon und dessen Familie werden beleuchtet, und auch Catwoman kommt vor.

Es ist – soweit ich das Überblicke – die Ursprungsgeschichte des modernen Batman. Außerdem – um es vorsichtig auszudrücken – die Grundlage für den ersten Nolan-Filme „Batman Begins“, auch wenn die „Gesellschaft der Schatten“ (und damit auch Ra’s al Ghul) nicht vorkommt. Aber der Gansgterboss Falcone darf mitmischen; der angstgasversprühende Scarecrow (zu meiner persönlichen Freude) allerdings nicht.

Amazon-Link (wie immer frei von Provision … zumindest für mich ;))

Comic – Knightfall

In dieser einigermaßen epischen Geschichte (und ich verwende dieses Wort wirklich sehr selten ;-)) wird das Ende von Bruce Wayne als Batman erzählt. Bane kommt in die Stadt um sich mit Batman zu messen und zu besiegen. Er schwächt ihn indem er alle Irren von Arkham freiläßt und diese über die Stadt herfallen. Batman wird von diesen Kämpfen geschwächt und Bane tritt in einem „letzten Zweikampf“ an und bricht ihm das Rückgrat. Derart verwundet übergibt er an einen leicht psychotischen Nachfolger Jean Paul Valley.

Das alles wird schön erzählt und ist wirklich beeindruckend zu lesen. Leider krankt es, wie so oft bei den großen Verlagen, an fehlender Konsequenz. Dem Leser wird ein neuer Batman verkauft. Es wird nie wieder so werden wie früher … bla bla bla. Natürlich kommt Bruce Wayne zurück und wird wieder Batman. Natürlich wird alles so toll wie früher. Ahhhh Bullshit. Batman wird nie in Ruhestand gehen. Robin / Nightwing wird nie Batman werden…. äh…. also nicht für länger *hüstel*.

Knightfall ist, wenn auch deutlich eingeschränkter als „Das erste Jahr“, die Grundlage für den 3. Batman von Christopher Nolan und ist dabei dem Film in diesem Teil der Geschichte auch überlegen.

Knightfall wird gerade neu aufgelegt – Amazon-Link

Nolans Batman-Filme

Die drei Filme Batman Begins, The Dark Knight und The Dark Kniht Rises vom Christopher Nolan sind in den letzten Jahren ja leidlich erfolgreich durchs internationale Kino gelaufen 😉 und ich denke die meisten werden sie gesehen oder zumindest wahrgenommen haben. Daher spare ich mir hier eine Zusammenfassung und schwadroniere einfach ein wenig herum:

Alle drei Filme sind wirklich gelungen, ziemlich düster wie sich das seit Frank Miller gehört und mit wirklich guten Schauspielern besetzt. Selbst Anne Hathaway als Catwoman im dritten Teil hat mich überzeugt; hier hatte ich am meisten Angst, dass es nach hinten losgeht.

ABER: Teil 3, der ja schon ein guter Film ist, wird – und da muss ich einfach etwas auf hohem Niveau meckern – wird der Trilogie als Ende nicht wirklich gerecht. Die ganze Rückkehr der „Gesellschaft der Schatten“ aus Teil 1 (diesmal ohne Ra’s) hat irgendwie nichts bei der Bane-Story zu suchen. Außerdem mag ich, wie gesagt die netten Verweise bei denen mal als Comicfan in sich rein grinsen kann. Und wenn das jemand nicht versteht, dann ist das eben Pech. Also wie kann man am Ende einfach versuchen mit der Brechstange noch den Polizisten Blake zu Robin zu machen, in dem man behauptet sein Geburtsname wäre ROBIN. Jetzt ehrlich: Dick Grayson, Jason Todd oder Tim Drake. Das ist doch mal genug Auswahl an Namen. Also wieso ROBIN.

Genug gemault! Ich versuche die Kurve zu kriegen: Alles Superfilme -> Ansehen!

Nachtrag: Die Filme sind mal eindeutlich ein ziemlich heftiger Tritt in den Arsch des Adam-West-Batmans aus den Sechzigern, den wir heute alle gern verdrängen würden und den man einfach nicht aus dem Kopf kriegt… nicht mal mit einer Bombe.

Kurzfassung des Videos bei imdb.com. Danke an Chris für die Erinnerung an diese tolle Szene.

Fortsetzung folgt demnächst …

Update: Link zum Nachfolgeartikel gesetzt.