Preacher

25 06 2009

Preacher ist eine Comicserie die Ende des letzten Jahrtausends beim amerikanischen DC-Verlag unter dem Label Vertigo erschienen ist. Diese fantastische Comicserie gehört sicherlich zum Besten, was ich bisher mehrfach gelesen habe.

In einer zynisch-überdrehten Art erzählt uns Garth Ennis die Geschichte eines Ex-Priesters der auszieht um sich an Gott für dessen Verrat an der Schöpfung zu rächen. Es wird geflucht, philosophiert, gesoffen, gevögelt, geschlagen und getötet. Das Ganze ist garniert mit wirklich einmaligen Charakteren, die sich manchmal ein wenig in Klischees verlieren, es gibt wunderbar abgedrehte Geschichten, die hauptsächlich von Steve Dillon, und vor allem den Mut zu einer abgeschlossenen Rahmenhandlung, die über knapp 70 (amerikanischen) Ausgaben dem Höhepunkt zusteuert.

Bis auf den kurzen Satz weiter oben möchte ich hier nichts weiter über die Handlung sagen, sondern einfach mal einige Worte über einige zentrale und skurrile Charaktere verlieren (dabei wird ein bißchen gespoilert):

Jesse Custer

Eine der drei Hauptfiguren – der Prediger – der „Das Wort Gottes“ besitzt. Immer wenn Jesse „in roten Buchstaben spricht“ gehorchen die Leute seinen Befehlen. Seit seiner Kindheit ist die „gesichtslose“ Version von John Wayne an seiner Seite und gibt ihm gute Ratschläge. Er hat sein Lebensunterhalt als Prediger und Autoknacker verdient, will aber eigentlich Cowboy werden. 🙂 Er hat einige leicht abgedrehte (aber absolut logische ;)) ethische Richtlinien und stellt sich diesen auch, wenn er einen Barkeeper umgehauen hat, indem er die Rechnung bezahlt *grandios*.

Proinsias Cassidy

Ein irischer Vampir ohne Eckzähne, der eigentlich mehr Jack Daniels als Blut trinkt. Er ist der beste Kumpel von Jesse, prügelt sich gern und hat wahrscheinlich alle Drogen, die es in den letzten knapp 100 Jahren gab ausprobiert. Dafür hat er auch eine Menge Mist (durch)gemacht.

Johnny Lee Wombat

Ein vollbärtiger Irrer Vollbärtiger der beim Astronautenprogramm wegen einer gefälschten Bewerbung rausgeflogen ist. Er rächt sich an der NASA, indem er FUCK YOU in so großen Buchstaben in die Wüste sprengt, dass man es vom „verdammten Shuttle aus sehen kann“.

Arschgesicht

Der Sohn eines inzwischen toten Sheriffs, der durch äußert unglückliche Umstände, die absolut zu 100% selbst verschuldet waren und irgendwie mit Herrn Cobain zu tun haben, sein Gesicht verloren hat und inzwischen nur noch in sschwr läspahrn Schbrächplasen (Anm.: der Red.: ich kann das hier nicht gut nachmachen) spricht. Er hat sich an die Fersen des Predigers geheftet, da er diesen für den Tod seines Vaters verantwortlich macht.

So, dass soll einfach mal ein total willkürlicher Überblick gewesen sein. Es gibt in jedem Fall noch viele schräge Charaktere, die über die Jahre dazugekommen sind, zu erlesen.

Preacher – der Film

Es gab bereits mehrfach Gerüchte zu einem Preacher-Film. Zur Zeit scheint auch wieder etwas in Planung zu sein, zumindest kann man das bei IMDB erahnen. Um ehrlich zu sein… ich will keinen Film zu diesem Comic. Diese Serie die sich über ca. 4 Jahre in der Veröffentlichung erstreckt, ist so gespickt mit kleinen, aber wichtigen (!) Details und Nebenhandlungen, die dennoch ein konsistentes Gesamtbild ergeben, dass man dies niemals erfolgreich in einen Film verpacken könnte. Vielleicht eher eine Filmserie wie Star Wars mit mehr Episoden. 😉 Wie auch immer, ich würde ihn mir bestimmt ansehen, aber sicherlich enttäuscht sein.

Fazit

Abschließend kann ich nur sagen: Wenn ihr Preacher noch nicht gelesen habt, lest es jetzt. 🙂

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